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Der Goldene Löwe
Der höchste Verdienstorden der Vereinigung Badisch-Pfälzischer Karnevalvereine, der „Goldene Löwe“ stellt im Grunde die Narretei auf den Kopf. Sozusagen wider aller Narrenweisheit. Denn dieser Orden wird für närrische Verdienste verliehen, eine Auszeichnung für all jene, die sich um die Fasnacht 22 Jahre lang verdient gemacht haben. Er ist weder Parodie noch Persiflage.
Von seiner Stiftung im Jahr 1958 an sehr ernst genommen, ist der „Goldene Löwe“ der allerhöchster Orden des aktiven Fasnachters hier zu Lande. Narrenhimmelhoch über alle sonstigen mehr oder weniger närrischen Orden erhaben, so dass die Ordensstifter anfänglich sogar der Meinung waren, neben dem am Hals zu tragenden „Löwen“ dürften keine anderen närrischen Orden die stolze Ordensbrust seines Trägers zieren. Die sonstigen närrischen Orden in ihrer bunten Pracht und Vielfalt haben jedoch ihren Platz behauptet, selbst wenn sie sich optisch „unterordnen“ mussten.
Zur Gestaltung nahm man den Löwen aus dem pfälzischen, zeitweise kurpfälzischen Wappen. Statt der Krone setzte man ihm die Narrenkappe auf. In die eine Pranke drückte man ihm den Narrenspiegel, in die andere eine Weintraube und hatte dann am gelb-grünen Band, was den Ordensstiftern vorschwebte: „Das Sinnbild der Fasnacht in weinfroher Landschaft“.
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